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Einige Bräuche -

nicht nur fürs Brautpaar

 

Vier Dinge benötigt die Braut bei der Hochzeit um in der Ehe glücklich zu werden:

Trage etwas Altes - etwa ein altes Familienerbstück, um die Familientradition weiterzuführen.

Trage etwas Neues, z.B. das Brautkleid, als Zeichen für Optimismus.

Trage etwas Geliehenes, z.B. Kette einer Freundin, als Zeichen für Glück und gute Bekannte.

Trage etwas Blaues, ein blaues Strumpfband, um später einen Sohn zu gebären.

Schwellbogen
Der Schwellbogen wird von Freunden der Braut aus Nadelzweigen geflochten, mit Blumen geschmückt und 1-2 Tage vor der Hochzeit am Eingang des Brauthauses aufgestellt. Rote Tücher die mit eingeflochten werden, sollen böse Geister vertreiben. Die Braut belohnt die viele Arbeit natürlich mit einer guten Jause.

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Braut aufwecken
Dieser Brauch ist vor allem am Land üblich – er wird oft auch als "Aufwecken" bezeichnet, weil meistens schon um 5 Uhr früh mit der Schießerei beim Elternhaus der Braut begonnen wird, da die Braut üblicherweise die letzte Nacht als unverheiratete Frau im Elternhaus verbringt. Es kann auch durchaus sein, daß das Wecken eine ganze Blasmusikkapelle übernimmt.
Einerseits sollen durch den Lärm böse Geister vertrieben werden und andererseits soll ein neuer Lebensabschnitt begrüßt werden.
ACHTUNG aber: Sicherheitsvorkehrungen treffen, und vor allem auf Kinder achten!!!!!!

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Hochzeitskerze
Die Kerze wird dem Brautpaar meist von der Brautmutter oder der Taufpatin der Braut geschenkt.
Bei der Trauung wird die Hochzeitskerze mit dem Feuer der Osterkerze entzündet.

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Blumen und Blumenkinder
Blumen wurden zum ersten Mal von den Ägyptern bei einer Hochzeit, 2000-3000 Jahre vor Christus, verwendet. Als Zeichen der Vermählung gab der Priester eine Lotusblüte mit langem Siel in die gereichten Hände des Brautpaares. Das Paar galt als vermählt, wenn der Priester den Stiel um die Hände der Brautleute wickelte.
Die Blüten der Blumenkinder versprechen dem Brautpaar Glück, Fruchtbarkeit und einen reichen Kindersegen.

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Im Schuh ein Geldstück verstecken
Ein Geldstück im Schuh der Braut auf dem Weg in die Kirche soll das Brautpaar vor Geldsorgen in der Ehe befreien – dafür nimmt man eine kleine Blase doch gern in Kauf, oder?
Salz und Dill in den Schuhen der Braut schützen vor allen Flüchen alter Jungfern und vor bösen Geistern.

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Reiswerfen
Beim Verlassen der Kirche werfen die Gäste Reiskörner über das Paar – symbolisiert ebenfalls Fruchtbarkeit. Es ist ratsam, sich vorher mit den Hausherren (Pfarrer) abzusprechen, denn manchmal trifft dieser Brauch auf Unmut wegen der Verunreinigung oder aber auch, weil Vorbehalte bestehen, mit Nahrungsmitteln zu werfen. Eventuell ist Konfetti eine gute Alternative.

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Dosen an der Stoßstange
Vor er Hochzeit unbedingt Dosen sammeln!!! An der Stoßstange des Autos angebunden, halten sie nämlich böse Geister ab, dem Brautpaar zu folgen.

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Wasser und Brot (auch für´s Agape geeignet)
Nach der Trauung, vor Eintritt ins Haus oder Lokal wird dem Brautpaar durch eine Person (Gastwirt, Kellner, Verwandte oder andere) eine Scheibe trockenes Brot mit Salz bestreut und ein Glas Wasser gereicht, das sich das Paar teilen muß. Anschließend wirft die Braut das leere Glas über ihren Kopf nach hinter, wobei es zerschellen muß. (Sinn: Brot und Wasser im gemeinsamen Leben teilen, Scherben bringen Glück)

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Holzstammsägen
Nach der Trauung wird das Paar aufgefordert, mit gemeinsamen Kräften den Baumstamm durchzusägen – zum Beweis des Zusammenhaltes. Es soll symbolisieren, daß das Paar künftige Schwierigkeiten gut meistern wird. Oft wird dem Paar auch eine stumpfe Säge gegeben, damit die Freude der Gäste noch größer ist.

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Braut stehlen
Früher mußte der Bräutigam wirklich um seine Braut fürchten, wenn sie gestohlen wurde, denn für manchen Mann war dies die einzige Möglichkeit zu einer Frau zu kommen.
Heute ist das ja, Gott sei dank, nicht mehr so – es ist üblich die Braut zu entführen – allerdings: der Brautstrauß muß mit dabei sein (sonst müssen die Entführer die Zeche selber bezahlen)! Der Bräutigam – in manchen Gegenden auch der Brautführer – kann die Braut durch bezahlen der Wirtshausrechnung auslösen.
Umgekehrt kann auch der Bräutigam gestohlen werden – das Auslösen ist gleich wie bei der Braut.

ACHTUNG! Wird zu oft und auch zu lange gestohlen, kann die ganze Hochzeitsgesellschaft auseinander brechen!!!!!

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Strumpfband versteigern
Das ist ein Brauch, um die Geldbörse des Paares zu füllen. Es wird ein Hut durch die Runde gereicht – wer als letztes freiwillig hineinzahlt, bekommt das heiß ersehnte Strumpfband.

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Brautstrauß werfen
Nach der Trauung - in der Regel vor dem Kirchenportal, direkt beim Tanz oder aber bei Verabschiedung in die Flitterwochen - wirft die Braut den Brautstrauß in die Menge der noch ledigen Damen. Die Dame die ihn fängt, so die Bedeutung, könnte als nächstes in den heiligen Stand der Ehe treten (man sagt im nächsten Jahr). Früher durften nur Jungfrauen den Strauß fangen. Inzwischen hat sich aber durchgesetzt, daß alle unverheirateten Damen die Hand danach ausstrecken dürfen...

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Umgestalten der Wohnung
Es müssen auch später gemeinsam Hürden genommen werden – hier fangen sie bereits an. Latten, Bänder , Luftballons,… müssen weggeräumt werden, Versperrte Hauseingänge müssen frei geräumt werden,….. . Es können auch Türblätter ausgetauscht sein oder in der gesamten Wohnung gestellte Wecker sein, die zu unterschiedlichen Zeiten losbimmeln. Bevor die Eheleute also zu Ruhe kommen können, gibt es noch viiiiiiel zu tun!

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Über die Schwelle
Die Braut über die Schwelle tragen – der Brauch ist auf die Römer zurückzuführen, sie glaubten, daß sich böse Kobolde zwischen den Türritzen verstecken und die Braut zum Stolpern bringen, was als schlechtes Omen für die Ehe galt. Das Hinüber heben der Braut soll bezwecken, daß die Kobolde die Spur der Braut verlieren.

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Stand:  03. Jänner 2012