
Braut aufwecken
Dieser Brauch ist vor allem am Land üblich – er wird oft auch als "Aufwecken"
bezeichnet, weil meistens schon um 5 Uhr früh mit der Schießerei beim Elternhaus
der Braut begonnen wird, da die Braut üblicherweise die letzte Nacht als
unverheiratete Frau im Elternhaus verbringt. Es kann auch durchaus sein, daß das
Wecken eine ganze Blasmusikkapelle übernimmt.
Einerseits sollen durch den Lärm böse Geister vertrieben werden und andererseits
soll ein neuer Lebensabschnitt begrüßt werden.
ACHTUNG aber: Sicherheitsvorkehrungen treffen, und vor allem auf Kinder
achten!!!!!!
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Hochzeitskerze
Die Kerze wird dem Brautpaar meist von der Brautmutter oder der Taufpatin der
Braut geschenkt.
Bei der Trauung wird die Hochzeitskerze mit dem Feuer der Osterkerze entzündet.
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Blumen und Blumenkinder
Blumen wurden zum ersten Mal von den Ägyptern bei einer Hochzeit, 2000-3000
Jahre vor Christus, verwendet. Als Zeichen der Vermählung gab der Priester eine
Lotusblüte mit langem Siel in die gereichten Hände des Brautpaares. Das Paar
galt als vermählt, wenn der Priester den Stiel um die Hände der Brautleute
wickelte.
Die Blüten der Blumenkinder versprechen dem Brautpaar Glück, Fruchtbarkeit und
einen reichen Kindersegen.
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Im Schuh ein Geldstück verstecken
Ein Geldstück im Schuh der Braut auf dem Weg in die Kirche soll das Brautpaar
vor Geldsorgen in der Ehe befreien – dafür nimmt man eine kleine Blase doch gern
in Kauf, oder?
Salz und Dill in den Schuhen der Braut schützen vor allen Flüchen alter Jungfern
und vor bösen Geistern.
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Reiswerfen
Beim Verlassen der Kirche werfen die Gäste Reiskörner über das Paar –
symbolisiert ebenfalls Fruchtbarkeit. Es ist ratsam, sich vorher mit den
Hausherren (Pfarrer) abzusprechen, denn manchmal trifft dieser Brauch auf Unmut
wegen der Verunreinigung oder aber auch, weil Vorbehalte bestehen, mit
Nahrungsmitteln zu werfen. Eventuell ist Konfetti eine gute Alternative.
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Dosen an der Stoßstange
Vor er Hochzeit unbedingt Dosen sammeln!!! An der Stoßstange des Autos
angebunden, halten sie nämlich böse Geister ab, dem Brautpaar zu folgen.
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Wasser und Brot (auch für´s Agape geeignet)
Nach der Trauung, vor Eintritt ins Haus oder Lokal wird dem Brautpaar durch eine
Person (Gastwirt, Kellner, Verwandte oder andere) eine Scheibe trockenes Brot
mit Salz bestreut und ein Glas Wasser gereicht, das sich das Paar teilen muß.
Anschließend wirft die Braut das leere Glas über ihren Kopf nach hinter, wobei
es zerschellen muß. (Sinn: Brot und Wasser im gemeinsamen Leben teilen, Scherben
bringen Glück)
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Holzstammsägen
Nach der Trauung wird das Paar aufgefordert, mit gemeinsamen Kräften den
Baumstamm durchzusägen – zum Beweis des Zusammenhaltes. Es soll symbolisieren,
daß das Paar künftige Schwierigkeiten gut meistern wird. Oft wird dem Paar auch
eine stumpfe Säge gegeben, damit die Freude der Gäste noch größer ist.
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Braut stehlen
Früher mußte der Bräutigam wirklich um seine Braut fürchten, wenn sie gestohlen
wurde, denn für manchen Mann war dies die einzige Möglichkeit zu einer Frau zu
kommen.
Heute ist das ja, Gott sei dank, nicht mehr so – es ist üblich die Braut zu
entführen – allerdings: der Brautstrauß muß mit dabei sein (sonst müssen die
Entführer die Zeche selber bezahlen)! Der Bräutigam – in manchen Gegenden auch
der Brautführer – kann die Braut durch bezahlen der Wirtshausrechnung auslösen.
Umgekehrt kann auch der Bräutigam gestohlen werden – das Auslösen ist gleich wie
bei der Braut.
ACHTUNG! Wird zu oft und auch zu lange gestohlen, kann die ganze
Hochzeitsgesellschaft auseinander brechen!!!!!
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Strumpfband versteigern
Das ist ein Brauch, um die Geldbörse des Paares zu füllen. Es wird ein Hut durch
die Runde gereicht – wer als letztes freiwillig hineinzahlt, bekommt das heiß
ersehnte Strumpfband.
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Brautstrauß werfen
Nach der Trauung - in der Regel vor dem Kirchenportal, direkt beim Tanz oder
aber bei Verabschiedung in die Flitterwochen - wirft die Braut den Brautstrauß
in die Menge der noch ledigen Damen. Die Dame die ihn fängt, so die Bedeutung,
könnte als nächstes in den heiligen Stand der Ehe treten (man sagt im nächsten
Jahr). Früher durften nur Jungfrauen den Strauß fangen. Inzwischen hat sich aber
durchgesetzt, daß alle unverheirateten Damen die Hand danach ausstrecken
dürfen...
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Umgestalten der Wohnung
Es müssen auch später gemeinsam Hürden genommen werden – hier fangen sie bereits
an. Latten, Bänder , Luftballons,… müssen weggeräumt werden, Versperrte
Hauseingänge müssen frei geräumt werden,….. . Es können auch Türblätter
ausgetauscht sein oder in der gesamten Wohnung gestellte Wecker sein, die zu
unterschiedlichen Zeiten losbimmeln. Bevor die Eheleute also zu Ruhe kommen
können, gibt es noch viiiiiiel zu tun!
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Über die Schwelle
Die Braut über die Schwelle tragen – der Brauch ist auf die Römer
zurückzuführen, sie glaubten, daß sich böse Kobolde zwischen den Türritzen
verstecken und die Braut zum Stolpern bringen, was als schlechtes Omen für die
Ehe galt. Das Hinüber heben der Braut soll bezwecken, daß die Kobolde die Spur
der Braut verlieren.
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